Vom Klassenzimmer ins EU-Parlament

Brüssel 2026


Wie ist die Europäische Union historisch entstanden? Und wie arbeiten eigentlich die verschiedenen Institutionen der EU? Mit diesen Fragen beschäftigten sich 20 Schülerinnen und Schüler der Sozialwissenschaften, Leistungs- und Grundkurse, bei einem Seminar der Europäischen Akademie Nordrhein-Westfalen in Brüssel. Begleitet wurde die Fahrt von Frau Halverscheid sowie von dem SoWi-Leistungskurslehrer Herrn Roeßink.

Ziel der Fahrt war es, unter dem Titel „Die vereinigten Staaten von Europa? Die EU als stärker auftretender Akteur im internationalen Spannungsfeld“ im Unterricht behandelte Themen praxisnah zu vertiefen. Dafür wurden die Schülerinnen und Schüler nach der Ankunft von Seminarleiter Anton Götz begrüßt und in die thematischen Schwerpunkte sowie das Programm der Fahrt eingeführt.

Auf dem Plan standen unter anderem ein Besuch in der Europäischen Kommission, bei dem die Kurse mit einem Referenten über aktuelle politische Herausforderungen der EU und ihrer Politikfelder diskutieren durften. Auch das Europäische Parlament mit einer Besichtigung des Plenarsaals bot Eindrücke in die alltägliche Arbeit der Abgeordneten und veranschaulichte, wie politische Entscheidungen in der EU getroffen werden.

Im ARD-Hörfunkstudio Brüssel erhielt die Gruppe spannende Einblicke hinter die Kulissen der europäischen Berichterstattung. Es gab sogar die Möglichkeit, selbst die Rolle eines Korrespondenten im Studio zu simulieren und hautnah zu erleben, welche Rolle die Medien in politischen Ereignissen spielen.

Als Höhepunkt der Fahrt erwies sich für die meisten das Planspiel im Parlamentarium. Hier durften Schülerinnen und Schüler eine Fraktionsrolle übernehmen und Positionen vertreten. Dabei bereiteten sie gemeinsam Standpunkte vor, handelten Kompromisse aus und führten tiefgründige Diskussionen. Diese Erfahrung brachte nah, wie komplex und langwierig Entscheidungsprozesse im Parlament sind. Die Schülerinnen und Schüler konnten so politische Abläufe von der Theorie in die Praxis umsetzen und die Arbeit der Abgeordneten nachvollziehen.

Abgerundet wurde die Fahrt mit einem Schwerpunkt auf die historische Entwicklung der EU, unter anderem mit einer Führung durch das Haus der Europäischen Geschichte und einer Stadtführung durch Brüssel.

Bei einer Reflexionsrunde vor der Heimfahrt zeigte sich die Gruppe bereichert und dankbar. Die Fahrt bot eine praxisnahe und abwechslungsreiche Lernerfahrung, die die Europäische Union „greifbarer und lebendiger“ für die Schülerinnen und Schüler machte.

Diana Acar (Q2)
 
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