Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren              

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Schüler schneidern Kostüme für Opernfestival

Dienstag, 17. Dez. 2019 - 19:24 Uhr
von Holger Luck

Wenn im Februar und März 2020 „Die Zauberflöte“ im Bürgerhaus aufgeführt wird, dann sind an der aufwändigen Opernproduktion weit mehr als 200 Schüler des Kepler-Gymnasiums beteiligt. Viele zeigen ihr Talent auf der Bühne. Ein noch größerer Teil engagiert sich allerdings im Hintergrund.

zauberflöte näharbeiten 2019

Unter anderem gibt es eine Gruppe, die die Kostüme für die Akteure schneidert. Was wäre deren großer Auftritt schließlich ohne das passende Outfit? Engagierte Schülerinnen, von der 8. Klasse bis zur Q2, kümmern sich darum, und acht von ihnen kamen jetzt zur ersten großen Nähaktion in der Schule zusammen.

„Im Rahmen bestimmter Vorgaben sollen die Schüler sich Bereiche dieser Großproduktion eigenständig erarbeiten und ihre Kreativität ausleben“, erklärte Uwe Berkemer das pädagogische Konzept hinter dem ungewöhnlichen Musikprojekt. Dieses Prinzip kreativer Freiräume gelte für die Produktion insgesamt, ganz besonders aber für Bereiche wie Bühnenbild und Kostüme. Hier seien die Gestaltungsspielräume sehr groß, so Berkemer. Als künstlerischer und organisatorischer Leiter hatte er natürlich ein wachsames Auge auf den Beginn der Kostümarbeiten. Darüber hinaus konnte der Chef-Musiker der Schule zu diesem Teil der Produktion aber wenig beitragen. „Mit der Materie kenne ich mich überhaupt nicht aus“, gab Berkemer lachend zu und freute sich über zwei Fachfrauen, die die Mädchen mit ihrem Wissen anleiteten. Das waren Kunstlehrerin Evelyn Renken als Gruppenleiterin und Schneiderin Hede Schreiner, die mit ihren Erfahrungen im Bereich Theaterkostüme wichtige Unterstützung gab.

„Als Erstes machen wir uns heute an die Kostüme für Papageno und für die Königin der Nacht“, gab Evelyn Renken das Tagesziel vor. Um gleich gut voranzukommen, habe man sich für den Start auf Schülerinnen beschränkt, die bereits Erfahrungen an der Nähmaschine haben. Da dieser Aktion viele weitere folgen werden, sei man später sicher dankbar für jede weitere Unterstützung aus der Schülerschaft, so Renken.

Einen ganz großen Haufen Erfahrung, Kreativität und Motivationstalent brachte Q2-Schülerin Diana Koschlakow mit. Die 18-Jährige hatte schon im Vorfeld die Schnitte für beide Kostüme am Laptop entworfen. Aus den Bildern vorangegangener Aufführungen hatte sie sich zunächst einen groben Eindruck verschafft und dann eigene Ideen entwickelt. „Die musste ich natürlich mit den Vorstellungen des Regisseurs abstimmen und am Ende sind die Entwürfe dabei herausgekommen, an denen wir heute arbeiten.“ Keine Frage, dass sich die Schülerin auch bei der Umsetzung ihrer Ideen nicht im Hintergrund hielt. Vielmehr schien sie überall zu sein und griff ihren Mitschülern unter die Arme.

diana koschlakow zauberflöte 2019

Charlotte Frickenstein und Lina Mattern aus der Q1 hatten ihre eigenen Nähmaschinen mitgebracht. Beide Schülerinnen werden nächstes Jahr bei den Aufführungen im Chor singen. Jetzt wollen sie aber erst einmal helfen, dass das mit den Kostümen rund läuft. Warum dieses große Engagement? Für Charlotte Frickenstein ist das keine Frage: „Das ist einfach ein super Projekt und es macht richtig Spaß, ein Teil davon zu sein.“

Mehrere Stunden ratterten die Nähmaschinen am ersten Tag und bis der letzte der fast 100 Bühnenakteure (Solisten, Chor, Statisten) ausgestattet ist, braucht es sicher noch ganz viel mehr Stunden intensiver Näharbeit. Die IVZ ist Medienpartner des Projekts.

www.schülermachenoper.de

Projektgruppen: Parallel zu den Kostümschneiderinnen arbeiten viele Projektgruppen des Gymnasiums an der Vorbereitung des Festivals. Ein Literaturkurs schreibt die Sprechtexte zeitgemäß um, ein zweiter kümmert sich um die dokumentarische Begleitung des Projekts. Ein Musikgrundkurs bereitet eine Einführung in „Die Zauberflöte“ vor, die den Zuschauern vor jeder Vorstellung angeboten werden soll. Die Kunstkurse arbeiten am Bühnenbild, weitere Gruppen an der Werbung, am Programmheft, an der Abwicklung des Kartenverkaufs und am Merchandising – unter anderem soll es Tassen mit eigens entworfenem Logo geben

IVZ vom 18.12.2019

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