Investition von 9,5 Millionen Euro

Momentan sieht es noch aus wie eine Mondlandschaft. Aber schon bald tut sich am Johannes-Kepler-Gymnasium etwas: Jetzt war der Spatenstich für den Anbau. 

Von Sabine Plake 24.8.2021

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Schon bald sollen die Zeichen deutlicher werden. Bagger werden kommen und auch der Lärm wird zunehmen, drohten die Verantwortlichen Stefanie Wittlage an. Die Schulleiterin nahm´s mit Humor: „Das kennen wir schon vom Abriss.“

Schon jetzt sei die Heizzentrale eingerichtet, erste Erdarbeiten seien gemacht, sagte Baudezernent Uwe Manteuffel beim ersten Spatenstich für den Anbau am Johannes-Kepler-Gymnasium am Montag. Mit einer Investition von 9,5 Millionen Euro sei es derzeit das größte Projekt der Stadt. „Wir freuen uns. Das ist schon eine große Nummer.“

Mario Schurbohm, Geschäftsführer der BKS Architekten GmbH, beschrieb noch einmal die Entstehungsgeschichte, das Ringen um die beste Lösung. Entschieden wurde, mit dem Gebäude die Typologie der Schule aufzunehmen.

 

Ellipse soll an den Namensgeber Kepler erinnern

Um dem Gebäudekomplex eine Identifikation im Zusammenhang mit dem Namensgeber der Schule Johannes Kepler (Mathematiker und Astronom) zu verleihen, schlug der Entwurfsverfasser vor, die Mensa in Anlehnung an die graphischen Darstellungen der Keplerschen Gesetze als Ellipse auszubilden und anzudeuten, wie die Planeten die Sonne umkreisen.

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Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer freute sich, dass es nun mit dem Anbau losgeht. Es sei ein Signal an die Schulgemeinschaft. Und mit der großen Investition sei nicht Schluss. Innen gehe es weiter in Sachen Digitalisierung. Zudem werde nach und nach die Fassade erneuert. In die Schule werde sehr viel investiert, sie sei danach sozusagen „runderneuert“.Leider habe es ein paar Verzögerungen gegeben wegen der Lüftungsanlage, die nachträglich beschlossen und nun eingebaut wird. Aber dafür werde die Bauzeit nun überschaubar, meinte Schrameyer.

 

Schulleiterin Wittlage: Ein Gebäude, das State of the Art ist

Die werde allerdings den Schülern und Lehrern einiges abverlangen, meinte Manteuffel. Denn der Umbau geschehe im Bestand und im Betrieb. Er sei aber zuversichtlich, dass das gut funktioniere mit den beteiligten Firmen und dem Projektpartner agn. Helena Therling und Andreas Bullerdiek (agn Projektplanung) führten aus, dass man gut im Kostenrahmen liege, nur bei einer Ausschreibung gebe es einen Ausreißer. Da werde man mit einer neuerlichen Ausschreibung bis zum Frühjahr warten.

„So wie sich die Planeten um die Erde, nein sorry, um die Sonne bewegen.“

Architekt Mario Schurbohm kleiner Versprecher zur Form des Anbaus, der an Johannes Kepler erinnern soll

 

Schulleiterin Stefanie Wittlage freute sich darüber, „dass wir schon bald was sehen“. Es sei ein wichtiges Signal für die Schulgemeinschaft und die Eltern, von denen sie immer wieder gefragt worden sei, wann dort auf der Mondlandschaft endlich etwas passiert. „Wir bekommen ein tolles Gebäude, das State of the Art ist.“

Bürgermeister Schrameyer teilte zudem mit, dass der Bauantrag für die Johannes-Bosco-Schule fertig und die Planung für den Neubau der Hauptschule begonnen habe. Zudem werde die Wilhelmstraße im Bereich Kepler-Gymnasium umgestaltet und die Unterführung für Fußgänger und Radfahrer unter der Bahn werde in Kürze angegangen. Baubeginn könnte 2023 sein.

 

Anbau

Am Johannes-Kepler-Gymnasium wird ein dreigeschossiger Ostflügel angebaut sowie eine großzügige Parkplatzanlage entstehen. Zum Vorbild nahmen sich BKS Architekten unter anderem das Keplersche Gesetz, das Inspiration für die ellipsenförmigen Bauteile war. Dort wird die Mensa sein. Im ersten Stock, der ebenso wie der zweite, zurückspringt, sind Schulleitung und Lehrerzimmer plus Nebenräume untergebracht, im zweiten Stock der Ganztag. Die Kosten liegen nach derzeitigem Stand bei 9,5 Millionen Euro.