Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren              

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Senioren melden sich im Begegnungszentrum


Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums stehen in den Startlöchern, bereit für den Neustart der Taschengeldbörse. Einige Aufträge sind bereits bei ihnen reingeflattert – doch es dürfen noch viel mehr werden.
Von Linda Braunschweig
Ibbenbüren

taschengeldbörse2020


100 Aufträge von rund 20 Senioren: Die Taschengeldbörse von Begegnungszentrum und Johannes-Kepler-Gymnasium war im vergangenen Jahr gut gestartet. Doch bremste die Coronakrise das Projekt im Frühling komplett aus. Jetzt folgt der Neustart. Zehn Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums stehen bereit, um Senioren bei kleineren Arbeiten zu helfen.

Maximilian Aeffner hat schon einige Aufträge übernommen: Einkaufen, Hilfe am Computer oder mit Handy, gärtnern. Am Anfang, sagt der 17-Jährige, sei das etwas befremdlich gewesen, aber er sei mit den Auftraggebern schnell warm geworden. Er möge den Umgang mit Senioren und finde den generationsübergreifenden Kontakt interessant. Sofie Krause hat vor Beginn der Corona-Pandemie einer Seniorin im Garten und zudem einer jungen Frau mit Behinderung im Alltag geholfen. Der Kontakt riss trotz Corona nicht ab, nur die Zeit wird der 17-Jährigen mit Wiederbeginn der Schule und Klausurenphase gerade etwas knapp. „Das waren ganz neue Erfahrungen und macht Spaß zu helfen“, bilanziert die Schülerin.

An diesem Dienstagmittag trifft sich die Arbeitsgruppe am Kepler-Gymnasium um Lehrerin Marlies Stieneker, um zu besprechen, wie das Angebot trotz Corona fortgesetzt werden kann. Elisabeth Hecker vom Begegnungszentrum verteilt Hygienepakete mit Desinfektionsmittel, Masken und Handschuhen an die Schüler, außerdem ein Formular, dass sie und ihre Eltern unterzeichnen müssen. Darauf stehen die Regeln für den künftigen Einsatz.

Vier Anfragen liegen der Taschengeldbörse bereits wieder vor. Ein Mal Laubsaugen und drei Mal Computerhilfe sind rasch vergeben. Doreen Verfürth, Marilena Reinsch und Celina Winter haben bislang eher im Hintergrund gearbeitet und sich Gedanken gemacht, wie man die Strukturen der Börse besser organisieren kann. Viele ihrer Ideen hat Corona ausgebremst, denn nun gilt zunächst einmal vor allem eines: Hygiene und Abstand. Doreen (17) ist in der Corona-Hochphase für ältere Menschen einkaufen gegangen. Sie hofft, dass ein Stück der während dieser Zeit häufig gezeigten Solidarität sich weiterhin hält. Dafür sei ein Projekt wie die Taschengeldbörse gut geeignet. Auch Marie Heinz (17) freut sich schon wieder auf neue Einsätze. Fenster putzen und Gartenarbeit hat sie schon übernommen, gute Erfahrungen gemacht. „Wir haben uns gut unterhalten“, sagt sie über ihre Auftraggeber. Denn auch darum geht es bei der Taschengeldbörse: Menschen verschiedener Generationen miteinander ins Gespräch zu bringen, Kontakte zu vermitteln.

Die Schüler hoffen nun gemeinsam mit Marlies Stieneker und Elisabeth Hecker auf neue Aufträge. Einige Auftraggeber von vor Beginn der Coronakrise hätten schon Interesse signalisiert, berichtet Hecker. Gerne dürfen weitere hinzu kommen. Und auch jugendliche Helfer zwischen 14 und 17 Jahren – auch von anderen Schulen – dürfen sich gerne noch melden.
Taschengeldbörse
Das Angebot ist Teil des Projekts „Quartiersentwicklung für ein seniorengerechtes Ibbenbüren“, initiiert vom Begegnungszentrum für Ausländer und Deutsche.
Für fünf Euro in der Stunde helfen Schüler Senioren bei alltäglichen Dingen wie Aufräumen, Einkaufen oder den Hund ausführen.
Senioren, die kleinere Arbeiten zu vergeben haben, können sich unter 01 57/ 30 74 81 98 mit den Koordinatoren dieses Projektes in Verbindung setzen und so einen ersten Kontakt knüpfen. Dort können sie mitteilen, wo sie Hilfe gebrauchen könnten.

 IVZ vom 01.10.2020

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