Abschlusspräsentation in der Mittagspause

Viele herzliche Beziehungen sind entstanden, auch wenn das Gastspiel der „KinderKulturKarawane“ am Kepler in diesem Jahr corona-bedingt etwas kürzer ausfallen musste. Dennoch hatten viele Schülerinnen und Schüler aus Ibbenbüren die Möglichkeit, Kontakte mit den Jungen und Mädchen vom Kigamboni Community Center (KCC) aus Tansania zu knüpfen.

Von Brigitte Striehn
Ibbenbüren, 04. 11.2021

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Das Gastspiel der „KinderKulturKarawane“ fiel in diesem Jahr coronabedingt etwas kürzer aus. Die Kepler-Schüler hatten dennoch Gelegenheit, mit den Jungen und Mädchen vom Kigamboni Community Center (KCC) aus Tansania Kontakte zu knüpfen und sich über ihr Leben zu unterhalten. In den Gastfamilien, bei Workshops und der Teilnahme am Unterricht berichteten die Jugendlichen aus Daressalaam, der größten Stadt Tansanias, von ihrem Alltag, von Schule und Freizeit. Das KCC ist eine wichtige Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche aus dem großen Bezirk Kigamboni in der Fünf-Millionen Einwohner-Stadt. Es bietet vor allem am Nachmittag ein breitgefächertes Angebot, um in der Gemeinschaft außerschulische Beschäftigung und berufliche Perspektiven zu vermitteln.

Es werden Kurse in Tanz, Akrobatik, Musik und Handarbeiten angeboten. Zudem gibt es Unterricht zu Zielen nachhaltiger Entwicklung, die unter anderem in den Performances des Projektes verarbeitet werden. Nassoro Mkwesso ist KCC-Gründungsmitglied und selbst Akrobat. Er beantwortete mit Tourbegleiterin Svenja Fritsch Fragen der Schüler und kümmerte sich als Manager um einen geregelten Ablauf. „Wir sind sehr glücklich, dass uns die Tournee gelungen ist“, betonte er.

Bei den Unterrichtsbesuchen der Gäste konnten die Kepler-Schüler ihre Englischkenntnisse praktizieren und viel über das Leben in einer afrikanischen Großstadt erfahren. Der interkulturelle Austausch und das gegenseitige Lernen seien sehr wichtig, erklärte Fritsch. „Es sind viele herzliche Beziehungen entstanden“, freute sie sich.

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Schülerinnen und Schüler üben Akrobatik und Tanz

In den Workshops erlernten die Ibbenbürener Schüler akrobatische und tänzerische Elemente, die für Erfolgserlebnisse und strahlende Gesichter sorgten, stellte Dagmar Meyring fest. Die Abschluss-Präsentation im Pausenzentrum war eine Mischung aus Bodenakrobatik und Tanz. Besonders die Pyramiden wurden von den Zuschauern bejubelt und mit viel Applaus bedacht. „Wir hatten eine wundervolle Zeit, vielen Dank“, sagte Nassoro Mkwesso zum Abschluss.

Anschließend erprobte eine 9. Klasse ihr vorbereitetes Programm in englischer Sprache in der Praxis. Erarbeitet hatten sie es mit Annika Gottwald, Lehramtsstudentin im Praxissemester. Bei einem Ballspiel wurden viele Fragen beantwortet: „An Deutschland mögen wir am liebsten das Essen. Hier ist es für uns sehr kalt. In Tansania wachsen die Kinder mit viel Musik auf“, erzählten die Jugendlichen. Das Tanzen sei nicht nur Hobby, sondern auch eine Möglichkeit, um Geld zu verdienen. Deshalb trainieren sie hart, um professionelle Tänzer zu werden.

Da die „KinderKulturKarawane“ in diesem Jahr keine Einnahmen aus abendlichen Auftritten verzeichnen kann, hatte sich der Förderverein des Johannes-Kepler-Gymnasiums bereit erklärt, die anfallenden Kosten komplett zu übernehmen. Zu diesem Anlass steuert die Kreissparkasse eine Spende an den Förderverein in Höhe von 1.000 Euro bei. Bei der Abschluss-Präsentation am Mittwoch überreichte Mara Krone von der Kreissparkasse Steinfurt den Scheck an Dr. Dietmar Frey, den Vorsitzenden des Fördervereins, Organisatorin Dagmar Meyring und Schulleiterin Stefanie Wittlage.

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IVZ vom 04.11.2021