146 Kepler-Abiturienten erhalten Zeugnisse

„Abi-Kart – das letzte Rennen ist gefahren“ war das Motto der Abiturienten 2021 des Johannes-Kepler-Gymnasiums. Bei der Entlassfeier auf der Freilichtbühne in Tecklenburg blickten Eltern, Lehrer, Schüler und Schulleitung auch auf die „schwierigen Strecken“ der vergangenen Monate zurück.

Von Linda Braunschweig – 27.06.2021

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Erst das Zeugnis, dann einen Schlüssel als Symbol dafür, dass nun alle Türen offen stehen: Das erhielten 146 Kepler-Abiturienten am Samstagvormittag auf der Freilichtbühne Tecklenburg.

„Mit dem Abi ist alles möglich“, stand für die ehemaligen Schüler vom Abi-Komitee schon im besinnlichen Einstieg fest. Es sei eben „ein Schlüssel für alle Türen“, ganz gleich ob nun Ausbildung, Studium, FSJ oder Auslandsjahr anstünden.

 Pfarrer Martin Weber nahm das Thema auf und fragte, welche Türen die jungen Menschen wohl öffnen wollten, die Räume der Freude, des Wachsens, der Freiheit, des Protests? Die Schlüssel seien auch ein Symbol für einen Auftrag: „Ihr seid jetzt ausgebildet. Bildung ist nicht schlecht, um die Probleme von morgen zu lösen.“ Die Feier wurde vom Schulchor unter Leitung von Uwe Berkemer mitgestaltet.

 „Dreifach Hut ab“

 Dann gaben die Jahrgangsstufenleiter Alexandra Reddig und Christian Däumling einen szenischen und amüsanten Einblick in die vergangenen Monate. Ihre Rede in Form einer Videokonferenz sorgte im Publikum für Schmunzeln. Aber auch wenn sicherlich nicht „immer alle Schüler da und immer alle pünktlich waren“, zollten die beiden Lehrer Respekt: „Dreifach Hut ab für die, die gekämpft haben, das ist viel mehr Wert als ein Einser-Schnitt“, sagte Reddig.

 

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Und Däumling bescheinigte den Abiturienten, „dass es vielleicht noch nie einen studierfähigeren Jahrgang gab als diesen“. Der nötigen Selbstorganisation in der Corona-Zeit sei dank. Vier fünfte Klassen waren 2013 am Kepler gestartet, 80 Schüler von Haupt- und Realschulen kamen hinzu, blickten die Lehrer zurück. Diese seien eine „echte Bereicherung“ gewesen, sagte Reddig.

Auf das Motto „Abi-Kart – das letzte Rennen ist gefahren“ gingen die Elternvertreterinnen des Jahrgangs, Susanne Spilker-Gottwald und Katja Wenker, ein. Sie ließen Höhepunkte der Schulzeit wie das Opern-Projekt und die Stufenfahrt Revue passieren und betonten, jeder sei mit einem anderen Auto gestartet, der eine habe mehr Reifenwechsel benötigt als der andere, aber es sei nicht darum gegangen, als erster anzukommen, sondern überhaupt durchzukommen. Nun warteten noch viele weitere Rennstrecken, bei denen „Team, Mechaniker, Streckenposten, jubelnde Zuschauer und Sponsoren“ weiter Unterstützung böten.

Vom Bett direkt zur Videokonferenz

Die Stufensprecher Hanna Dirksmeyer und Justus Brockmann resümierten ebenfalls die vergangenen Monate, in denen die Schüler „vom Bett direkt zur Videokonferenz“ wechselten. Klar, dass die Kamera dann ausbleibt.

 

 

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Die schwierigste Strecke im Mario-Kart-Spiel, die Regenbogenstrecke, passe zu diesen Wochen. Sie sei auch irgendwie surreal. Nun aber hätten sie die Ziellinie passiert. Hanna Dirksmeyer dankte ihren Mitschülern: „Ihr seid es, die die letzten Jahre unbeschreiblich schön gemacht haben“ und erhielt dafür jubelnde Beifall.

Paul-Georg Weiser, der im Frühjahr als Schulleiter in den Ruhestand verabschiedet wurde, freute sich über die Einladung und die Gelegenheit, sich nun doch noch von den Abiturienten verabschieden zu können. Über Schule sei während der Pandemie viel diskutiert worden. Diese habe Probleme des Bildungssystems schonungslos offengelegt. „Die Nachwehen werden heftig werden“, prophezeite Weiser und wünschte sich, „dass nicht nur Schäden repariert werden, sondern dann in Zukunft investiert wird, und dies langfristig“. Er baue darauf, dass die Generation der Abiturienten den ökologischen und sozialen Umbau angehe. „Zweifelt nicht an euch. Werde zu selbstbewussten, politisch Agierenden, die sich einmischen, die ihre Ideale nach außen tragen, die trotzdem nach akzeptablen Kompromissen suchen.“

„Hart erfahren und erlaufen“

Weisers Nachfolgerin Stefanie Wittlage schloss den Reigen der Redner. Einige der Schüler hätten sich dieses Rennen „hart erfahren und erlaufen“. In verunsichernden Zeiten hätten sie viel Flexibilität und Stärke bewiesen.

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Und als ihr erster Abi-Jahrgang am Kepler würden sie ihr immer in Erinnerung bleiben. „Was Abi ist, werden Sie jetzt im Rückblick auf die Schulzeit beurteilen können, ob es sie weiser und mündiger gemacht hat, können nur Sie für sich beantworten.“ Mit Sicherheit aber sei das Abitur ein Abschluss mit dem System Schule. „Ob Sie nun Bundeskanzler, Influencer, Topmodel, Virologe, der nächste Picasso oder Klimaforscher werden, liegt an Ihnen. „Sie haben das Rennen gemacht.“

Ehrungen:

Die Jahrgangsbesten sind Malte Leo Rüter, Markus Benz, Theresa Richter, Charlotte Frickenstein, Luna Paulina Hellweg und Friederike Krützmann. Alle haben mit 1,0 bestanden. Beste HR-Schülerin ist

Emilie Zajonz mit einem Durchschnitt von 1,3. Der Gesamtdurchschnitt lag bei 2,3.

Den Abiturientenpreis Deutsch erhielt Romina Pühs. Der Abiturientenpreis Mathematik ging an Theresa Richter. Für besondere Leistungen im Fach Mathematik wurden Charlotte Krause, Eric Bierbaum, Charlotte Frickenstein, Markus Benz und Malte Rüter ausgezeichnet. Den Abiturientenpreis Chemie erhielten Johanna Haverkamp und Markus Benz. Der Abiturientenpreis Biologie ging an Johanna Haverkamp und Anna Hugenroth. Den Abiturientenpreis Physik erhielten Charlotte Frickenstein und Markus Benz

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Namen der Abiturientinnen und Abiturienten: Linus Adamini, Till Agnischock, Nico Andreas Ahmann, Khaleel Aldiab, Katharina Allerborn, Keerthigan Amirthalingam, Enni-Atam Nanga Anjeh, René Arendröwer, Seyedeh Ladan Askari, Marvin Bärtels, Daniel Befus, Jenni Marie Bensmann, Markus Benz, Leo Berkemeyer, Eric Johannes Bierbaum, Lennard Bladt, Celina Bosse, Joel Bosse, Jakob Böwer, David Breulmann, Leonie Brickmann, Tim Brinkmann, Jannis Hermann Brockfeld, Justus Brockmann, Luca Francesco Broghammer, Mattes Bunsieck, Muhamed Emin Ciftci, Mehdi Delen, Daniel Julian Alexander Dell, Annika Dependener, Greta Dierkes, Kevin Dierkes, Lasse Dierkes, Laura Dindic, Eyleen Dinter, Hanna Dirksmeyer, Julian Dütsch, Tim Kyong-Hun Egbert, Marcel Eggemeier, Anna Eilixmann, Nils Ernsting, Philip Fahnenstein, Esther Leandra Frey, Charlotte Frickenstein, Alexander Gensel, Silas Corin Danilo Gräbert, Dana Gruschka, Patrizia Guss, Chiara Antonia Gütt, Johannes Theodor Hatke, Johanna Haverkamp, Nico Heger, Luna Paulina Hellweg, Noelle Henrich, Justus Paul Hoppe, Fabian Horstmann, Anna Hugenroth, Tom Jonathan Janik, Karolin Janßen, Christian Mathias Jasper, Ole Matti Jenssen, Constantin Jung, Zoe Jürgens, Irem Karaduman, Kai Keller, Nicklas Keller, Tom Keller, Lea Kiewitt, Lea Klassert, Noah Kleine-Katthöfer, Jakub Kopaczek, Jule Krämer, Dardan Krasniqi, Charlotte Krause, Nina Krüger, Gina Kruse, Friederike Krützmann, Pauline Lampe, Finn Ole Latajka, Lina Marie Leffler, Fabio Lehmeier, Jannick Lehner, Jonathan Leiermann, Annika Lücke, Niklas Lührmann, Paul Lünnemann, Juliana Maier, Joel Manchen, Negar Mansouri, Lina Mattern, Alina Matz, Louis Merschmeier, Fynn Mewes, Oliver Markus Meyer, Charlotte Meyknecht, Emily Middendorf, Lennart Middendorf, Marvin Neuwald, Lennart Niehues, Philipp Niemann, Angelina Chantal Niemöller, Vanessa Nikitin, Calvin Nowak, Leon Otte, Silvia Maria Otte, Christin Pagenkopf, Lucy Peitzmeyer, Paulina Pötter, Romina Pühs, Lilian Rabe, Jerry Rasanayagam, Torben Rauße, Merle Reekers, Jonathan Reinke, Sophie Richter, Theresa Richter, Lena Riesenbeck, Simon Rieskamp, Malte Leo Rüter, Dominik Sander, Sebastian Scheipers, Erik Finn Schlieker, Rene Schmidt, Pascal Schmiedel, Mika Christian Schmiemann, Melina Schneider, Charlotte Scholz, Friedrich Markus Schwabe, Tom Eric Spierenburg, Lucius Spilker, Tessa Spinneker, Lea Spöhle, Nicole Tatiana Stolzenberg, Jule Suffner, Daniel Taranowski, Felix Paul Traupe, René Ungruhe, Lia Christin Veismann, Melissa Viße, Monique Volke, Nils Wenker, Melina Wesemann, Jessika Witt, Pia Wübbelsmann, Emilie Kathrin Zajonz, Nicolas Zarske

IVZ vom 28.06.2021