Langjährige Kooperation mit Vertrag besiegelt

In Sachen Leichtathletik arbeiten das Johannes-Kepler-Gymnasium und der Verein DJK Arminia Ibbenbüren schon seit Jahren zusammen. Jetzt haben sie ihre Kooperation mit einem Vertrag besiegelt.

Von Linda Braunschweig
Ibbenbüren

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Wichtigster Punkt der Zusammenarbeit zwischen der DJK Arminia Ibbenbüren und dem Kepler-Gymnasium in Sachen Leichtathletik ist die Talentsichtung und -förderung. Seit 2013 gibt es dazu am Kepler-Gymnasium eine AG, in der – außerhalb des Lockdowns – 40 Schüler trainieren. Sportlehrer Karsten Sackarendt und Jutta Frommeyer leiten diese AG gemeinsam. Sie sprechen gezielt Schüler an, wenn sie deren Talent sehen, so sei es möglich, „frühzeitig aufeinander zuzugehen“, wie Karsten Sackarendt sagt.

So knüpfen die Schüler dann auch Kontakte zum Verein, der seit Jahrzehnten eine starke Leichtathletik-Abteilung hat. Damit würden beide Seiten von der Kooperation profitieren. Entstanden ist daraus in den vergangenen Jahren auch die jährliche Teilnahme an Kreis- und Landesmeisterschaften der Leichtathletik in verschiedenen Wettkampfklassen. Ziel ist es unter anderem, junge Menschen an ein lebenslanges Sporttreiben heranzuführen, auf die Vielfalt von Sportangeboten aufmerksam zu machen und für ein Engagement im Sport anzuleiten.

Kepler nutzt Arminias Sportanlage

Hinzu kommt: Das Kepler-Gymnasium nutzt die Anlagen von DJK Arminia nicht nur für die Leichtathleten, sondern auch für die Sportabitur-Prüfungen. Entsprechende Möglichkeiten vor allem hinsichtlich der Leichtathletik seien im Stadion Ost schlecht ausgebaut, sagt Sackarendt. Möglich sei es so auch, den Schülern „ausgefallenere Sportarten“ wie zum Beispiel Stabhochsprung näher zu bringen.

Für die DJK Arminia ist es nicht die einzige Kooperation. Mit dem Goethe-Gymnasium arbeitet der Verein vor allem in Sachen Fußball zusammen, und auch zu vielen weiteren Schulen gibt es sportliche Kontakte. Der Vertrag soll nun unterstreichen, dass die Kooperation „nicht nur von Personen abhängig“ ist, die Arbeit also auf eine offizielle Basis stellen.

„Wir sind ja keine Insel“

Es sei stets gut, „Leben von außen“ in die Schule zu holen, sagt die neue Kepler-Schulleiterin Stefanie Wittlage. „Davon lebt Schule, wir sind ja keine Insel.“ Für den Verein wiederum sei es wichtig, am Schulleben teilzuhaben. „Wir betreuen ja dieselben Jugendlichen“, sagt Arminia-Vorsitzender Franz-Josef Bronswick. Der Verein sei in der Jugendarbeit stark aufgestellt, 900 Mitglieder seien unter 18 Jahre alt.

Das Konzept im Talentstützpunkt Ibbenbüren für die Leichtathletik in Verbindung mit anderen Vereinen und den Schulen sorge dafür, dass die Leichtathletik stark bleibe, sagt Jutta Frommeyer. Inzwischen erhalte diese einen „Riesen-Zulauf“. Das System ermögliche es, einfach mal „reinzuspringen“, so die langjährige Trainerin. So komme es auch, dass Schüler aus Ibbenbüren im NRW-Kader seien.

IVZ vom 25.02.2021