Hoffen auf Eröffnung zum Sommerfest 2023

Am Kepler-Gymnasium wird angebaut. Auf drei Stockwerken entstehen eine neue Mensa, Lehrerzimmer, Bibliothek und vieles mehr. Nun, wo der Rohbau so gut wie abgeschlossen ist, zeigt Uwe Manteuffel Vertretern aus Politik, Verwaltung und von der Schule den Stand der Dinge.

Von Julia Kolmer
Ibbenbüren · Mittwoch, 15.06.2022

 

Kepler anbau juni 2022

 

 

Eigentlich hätten wir jetzt Richtfest. Aber wir dachten, eine Baustellenbesichtigung mit dem politischen Arbeitskreis ist besser“, begrüßt der Technische Beigeordnete Uwe Manteuffel Vertreter aus Politik und Verwaltung – und natürlich auch vom Kepler-Gymnasium. Schließlich ist es ihre Schule, an die gerade fleißig angebaut wird. Und der Anbau nimmt schon Form an. Der Rohbau steht, momentan sind Fenster- und Trockenbauer in dem markanten Gebäude unterwegs.

Denn der dreigeschossige Anbau, dem die alte Turnhalle gewichen ist, ist nicht einfach ein rechteckiges Gebäude. Er soll mit seiner geschwungenen Form an die grafische Darstellung der Keplerschen Gesetze erinnern. Diese sollen auch im Innenraum der Mensa, die gut 150 Schülern Platz bieten wird, durch die Lichtgestaltung wieder aufgegriffen werden, erklärte Manteuffel.

Im Erdgeschoss findet neben der Mensa auch die dazugehörige Küche ihren Platz. Im ersten Stock entsteht ein großzügiges Lehrerzimmer für die gut 100 Lehrkräfte sowie Sekretariat und Büros für Schulleitung und Verwaltung. Im zweiten Stock sollen Selbstlernzentrum und Bibliothek untergebracht werden. Und von allen Fluren gibt es die direkte Verbindung in den Altbau.

„Das ist auf jeden Fall ein Upgrade.“

Schülersprecherin Julie Portela Henschke

Allein am Lehrerzimmer wird deutlich, woran alles gedacht werden muss. Sollen es nur Sitz- oder auch Arbeitsplätze sein? Braucht jeder Tisch eine Steckdose? „Wir haben viel diskutiert“, erzählt Manteuffel von den Planungen. „Und sind dabei auf die Nutzer angewiesen.“ Diese freuen sich schon auf das neue Lehrerzimmer mit Blick auf den Pausenhof. „Wir haben die Ferngläser schon bestellt“, scherzt Schulleiterin Stefanie Wittlage.

teilnehmer baubegehung 2022

 

Geplant wird aber auch langfristig. So könnte, bei Bedarf, aus der Bibliothek im zweiten Stock auch zwei Klassenräume werden. Jeder Raum erhält Lüftungsanlagen und auch darüber, wie man das Klima im Gebäude regeln kann, wurde viel nachgedacht. „Wir sind froh über jedes bisschen Schatten“, erklärt Uwe Manteuffel. „Das ist fast noch wichtiger als Belichtung.“

In dem Anbau finden auch neue Toilettenanlagen Platz, die vom Schulhof aus gut genutzt werden können. „Die Toilettenanlagen draußen waren verbesserungswürdig“, stellt Manteuffel fest. Da kann ihm Schülersprecherin Julie Portela Henschke nur beipflichten.

Momentan alles im Zeitplan

„Ein Anbau ist immer komplexer als ein Neubau“, erklärt Manteuffel. Auch deshalb ist die Freude, dass man im Zeitplan und im veranschlagten Budget von 9,5 Millionen Euro bleibe, groß beim Technischen Beigeordneten. Aber, wie er immer wieder betont: Besonders beim Zeitplan könne sich das schnell ändern. Geplant ist, in der zweiten Jahreshälfte 2023 fertig zu sein.

Optimistischer war da schon Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer. „Ich kann mir gut vorstellen, zum Schulfest im nächsten Sommer fertig zu sein.“ Eine Vorstellung, die Stefanie Wittlage gefiel. Denn das Schulfest soll kurz vor den Sommerferien stattfinden. „Und das Schuljahr ist kurz nächstes Jahr“, sagte sie augenzwinkernd zu Uwe Manteuffel.

Dieser wollte den Optimismus vom Bürgermeister nicht ganz teilen, zu unsicher sei die aktuelle Lage im Baugewerbe, gerade was Lieferketten betrifft – auch wenn es gerade gut aussehen. Er versprach: „Wir tun, was wir können.“

IVZ vom 15.06.2022