Partnerschulen von Kepler-Gymnasium und Johannes-Bosco-Schule in Nepal

 

lamidanda 2021

IBBENBÜREN „In den letzten Tagen haben uns erschütternde Nachrichten aus Nepal erreicht. Wie unsere Partnerorganisation CCODER berichtet, leben viele Menschen in der Region um unsere Partnerschulen in Nepal am Rande der Existenz.“ So beginnt ein aktueller Brief von Brigitte Bösing an die gesamte Schulgemeinschaft des Kepler-Gymnasiums und der Johannes-Bosco-Schule.

Die Idee zu diesem Brief entstand während der Jahreshauptversammlung des Vereins Schulprojekt Lamidanda, der Ende November einmal mehr unter dem Zeichen der Pandemie stand.

Programmpunkte laut Einladung waren Jahres- und Kassenbericht sowie Vorstandswahlen (wiedergewählt: Brigitte Bösing als Vorsitzende, Franziska Wirtz-Königshausen als Schriftführerin und stellvertretender Vorsitzende, Christoph Böwer als Kassenwart, Helge van Alen als Kassenprüfer.)

Im Jahresbericht der Vorsitzenden wurde deutlich, wie fest das Nepalschulprojekt inzwischen im Schulleben der beiden Ibbenbürener Schulen verankert ist. So haben trotz der vielen Beschränkungen durch die Pandemie Spendenaktionen für die nepalesischen Partner-Schulen stattgefunden.

Besonders aktiv wurden die Schülerinnen und Schüler bei einem Sponsorenlauf im Sommer, dessen Erlös dem Nepalschulprojekt zukam. Auch großzügige private Spenden wie auch eine Unterstützung durch die Kreissparkasse Steinfurt haben geholfen, die Hilfe für die Schulen nicht abreißen zu lassen. Für Engagement und Spendenbereitschaft sprach Brigitte Bösing ihren Dank aus.

Schwerpunkt der Versammlung waren dann allerdings die aufrüttelnden Nachrichten der letzten Wochen aus Nepal: In Folge der Corona-Pandemie haben viele Nepalesen ihre Einkommensmöglichkeiten verloren. Die meisten Männer, die als Fremdarbeiter in den Golfstaaten Geld verdienen konnten, haben ihre Jobs dort verloren und sind nach Nepal zurückgekehrt, bringen also kein Geld mehr in ihre Familien, haben aber auch vor Ort keine neuen Einkommensmöglichkeiten. Der Tourismus, eine der wichtigsten Einnahmequellen, ist noch nicht wieder angelaufen.

Mehr als 200 Familien in dem Gebiet um Lamidanda haben nicht genug für den täglichen Bedarf und bangen um ihre Zukunft. Insbesondere Kinder, Frauen, Alte, Behinderte und Kranke leben schon unter der Armutsgrenze und haben oft noch nicht einmal genug zum Essen. Staatliche Unterstützung gibt es nicht.

Im Auftrag der Mitgliederversammlung schrieb Brigitte Bösing nun Eltern- und Schülerschaft sowie das gesamte Kollegium des Johannes-. Kepler-Gymnasiums und der Johannes-Bosco-Schule an und bittet auch die Ibbenbürener Bevölkerung um Hilfe: „Aufgrund unserer langjährigen Beziehungen zu den Menschen in dem Gebiet um Lamidanda fühlen wir uns verantwortlich und verpflichtet, den besonders betroffenen Familien zu helfen und sie finanziell zu unterstützen. Dabei geht es neben der Soforthilfe um den Aufbau von Einkommensmöglichkeiten zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen.

Im Austausch mit und im Vertrauen auf unsere nepalesischen Partner möchten wir Sie und Euch um Spenden für unser Schulprojekt auf unser Vereinskonto bitten.“ Weitere Infos: www.j-bosco-schule.de (unter dem Reiter Schulleben) und kepler-gymnasium.de (unter dem Reiter: Verantwortung)

IVZ vom 22.12.2021