Sponsorenlauf am Kepler-Gymnasium

Seit Jahren unterstützt das Kepler-Gymnasium eine Region um das Dorf Lamidanda in Nepal in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Einkommensentwicklung. Nun kamen bei einem Sponsorenlauf dr Schüler 8358 Euro zusammen.

Von Redaktion IVZ
Ibbenbüren · Mittwoch, 01.09.2021

sponsorenlauf2021

Geocaching, Schnitzeljagd oder ein Besuch auf dem Bauernhof: Die Schülerinnen und Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums hatten am Ende des vergangenen Schuljahres vielfältige und kreative Ideen bei der Wahl des Ausflugsziels. Bei dem Sponsorenlauf ging es um mehr als einen gemeinschaftlichen Ausklang dieses verrückten Schuljahres. Die erwanderten Kilometer sollten Spendengelder für das Nepal-Schulprojekt erbringen. Nach dem Eingang aller Spenden steht die Summe jetzt fest: Insgesamt konnten dank der vielen Sponsoren 8358,83 Euro an das Nepalschulprojekt gespendet werden, teilt die Schule mit.

„Ich bin begeistert, wie viel Engagement auch die älteren Schülerinnen und Schüler gezeigt haben“, so Brigitte Bösing, die mit dem Biologie-Leistungskurs einige Geocaches in Ibbenbüren aufgespürt hat. Als Lehrerin am Johannes-Kepler-Gymnasium ist Bösing zudem die Ansprechpartnerin für das Nepalschulprojekt Lamidanda e.V. Seit vielen Jahren unterstützt die Kepler-Schulgemeinschaft eine Region im ländlichen Nepal rund um das Dorf Lamidanda in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Einkommensentwicklung. Die Unterstützung der weiterführenden Jeevan Jyoti School in Kafaldanda bildet in diesem Zusammenhang zusätzlich einen Schwerpunkt.

Mit der finanziellen Unterstützung aus Ibbenbüren konnten in den letzten Jahren unter anderem Projekte zur Aufklärung und Gesundheitserziehung von Mädchen und deren Müttern realisiert werden, heißt es in einer Mitteilung des Kepler-Gymnasiums. „Es handelt sich hierbei um ein notwendiges Projekt zur Aufklärung, da in ländlich geprägten Regionen viele Mädchen zur Zeit ihrer Menstruation vom Dorf und ihrer Familie isoliert werden“, erläutert Brigitte Bösing die Hintergründe dieser Maßnahmen.

Zusammen mit den nepalesischen Partnern der Entwicklungshilfeorganisation CCODER wurde der konkrete Bedarf für die Verwendung der Einnahmen aus dem Sponsorenlauf in der Partnerschule ermittelt: Warme Winterkleidung, Schulrucksäcke und Unterrichtsmaterialien können von den Spendengeldern aus Ibbenbüren angeschafft werden. „Die Summe reicht sogar aus, um vier Computer für die Schule anzuschaffen“, freut sich Bösing über die Höhe des Spendenbetrags.

In Zukunft kann den Schülerinnen und Schülern durch diese Unterstützung ein Zugang zum digitalen Lernen ermöglicht werden. Die Schulschließungen in der Corona-Krise haben einmal mehr die Probleme und Rückstände in Nepal, insbesondere in der digitalen Infrastruktur aufgezeigt. Was für die Schüler am Kepler-Gymnasium in dieser schwierigen Zeit Homeschooling bedeutete, war für die Kinder in Nepal oft der Ausschluss vom einzigen Zugang zu Bildung, heißt es in der Mitteilung. Statt wie jeden Tag in Schuluniform zur Schule zu gehen, wurde der Tagesablauf vieler Kinder in den ländlichen Gebieten durch die Unterstützung der Eltern bei der täglichen Arbeit bestimmt.

Die Freude beim verspäteten Schuljahresbeginn im Juli – normalerweise beginnt das Schuljahr in Nepal im Frühjahr – war dementsprechend sehr groß. Die Schulgemeinschaft am Kepler-Gymnasium fühlt sich gleich zu Beginn des neuen Schuljahrs in ihrem solidarischen Engagement für die Kinder und Jugendlichen im fernen Nepal bestärkt: Die Spendengelder aus Ibbenbüren werden in Nepal sicherlich dazu beitragen, die Freude am Lernen zu erhalten, heißt es abschließend.