Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren              

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CO2 Messgeraet HP

Flüssigkeitstropfen, sogenannte Aerosole, besitzen nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft eine viel größere Bedeutung bei der Ausbreitung von Atemwegsinfektionen als bisher vermutet. Zu wenig lüften erhöht das Erkrankungsrisiko, zu viel lüften schadet der Umwelt und die Temperatur im Klassenzimmer sinkt auf ein unerträgliches Maß. Um diesem Dilemma entgegenzutreten, hat die Fachschaft Physik drei CO2-Messgeräte angeschafft, die momentan im Kepler zum Einsatz kommen.

Diese verfügen sowohl über eine digitale Anzeige in der Einheit ppm (parts per million) als auch über eine sogenannte CO2-Ampel, die es Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften auf den ersten Blick auch ohne detaillierte Vorkenntnisse ermöglicht, den richtigen Zeitpunkt festzustellen, um die Raumluft durch Querlüften zu verbessern.

Gute Durchlüftung der Räume senkt also das Risiko einer Ansteckungsgefahr. Unabhängig davon fördert ein gutes Raumklima auch die Konzentrationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler und sollte in Klassenräumen mit vielen Personen damit eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Lüften bedeutet nicht nur Luftaustausch, sondern im Winter auch Wärmeverluste. Eine nachhaltige Strategie sollte in heutiger Zeit auch diesen Effekt berücksichtigen.

Ziel des Einsatzes dieser CO2-Messgeräte an unserer Schule ist somit, Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrerinnen und Lehrern ein Gefühl für korrektes Lüften zu geben.

Zusammenhang zwischen CO2 – Konzentration in Innenräumen und Covid-19-Ansteckungsgefahr

Jeder Mensch atmet pro Minute circa 8 Liter Luft aus. Diese Ausatemluft besteht zu ca. 4% aus CO2 und enthält neben dem Kohlenstoffdioxid kleine Flüssigkeitspartikel (Aerosole) sowie im Falle einer Covid-19 Erkrankung natürlich auch Viruspartikel. Atmet ein gesunder Mensch diese kontaminierten Tröpfchen ein, so kann die Krankheit bei Überschreitung einer gewissen Anzahl an Viruspartikeln übertragen werden. Die CO2-Messung bietet eine Lösung zur Einordnung des aktuellen Risikos durch potentiell infektiöse Aerosole. Befinden wir uns mit mehreren Personen in einem Raum, so liefert die Messung der CO2-Konzentration ein Maß dafür, wieviel Prozent der von uns eingeatmeten Luft aus bereits ausgeatmeter Luft anderer Menschen besteht. Das Umweltbundesamt hat hierzu allgemeine Leitlinien zur gesundheitlichen Bewertung von Kohlenstoffdioxid in der Innenraumluft verfasst, die besagt, dass eine Konzentration von weniger als 1000 ppm (parts per million) hygienisch unbedenklich ist. Eine Konzentration zwischen 1000 und 2000 ppm stuft die Leitlinie als bedenklich und alles darüber als inakzeptabel ein. Ein Wert von 1200 ppm bedeutet beispielsweise, dass fast 2% der Raumluft Lungenkontakt hatte und somit jeder 50.te Atemzug, den eine Person in diesem Raum tätigt, aus schon einmal ausgeatmeter Luft besteht.

 

Verantwortlich für die Inhalte dieser Seite: Christoph Hagel-Grüner

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