Liebe Schülerinnen und Schüler,

am 27. Januar findet der Internationale Holocaust-Gedenktag statt.

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Auf dem Gelände befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch etwa 7.000 Menschen. Wie kein anderer Ort symbolisiert Auschwitz die Verbrechen der Nationalsozialisten. Hier wurden zwischen 1940 und 1945 mindestens 1,1 Millionen Menschen ermordet.

Für die sechs Millionen Jüdinnen und Juden, die im Holocaust ermordet wurden, gibt es in Israel bereits seit 1959 einen Gedenktag. In Deutschland wird seit 1996 am 27. Januar mit dem "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" an die Verbrechen der NS-Herrschaft erinnert. An dem Gedenktag soll bewusst allen Opfern nationalsozialistischer Herrschaft gedacht werden. 

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte den 27. Januar im November 2005 zum "Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust". Er wurde zum ersten Mal im darauffolgenden Jahr begangen.

I Remember Wall

Ausstellung „SHOAH – Der Holocaust. Wie war es menschlich möglich?“ im Johannes-Kepler-Gymnasium

Seit vielen Jahren begeht auch unsere Schule diesen Tag durch besondere Aktionen, Ausstellungen oder Projekte. In diesem Jahr wird die Ausstellung „SHOAH – Der Holocaust. Wie war es menschlich möglich?“ in der Schule zu sehen sein. Die Ausstellung wurde durch die internationale Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel konzipiert. Sie befasst sich mit den wesentlichen Aspekten des Holocaust. Sie setzt ein mit einem Blick auf jüdisches Leben vor dem Holocaust und endet mit der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager, die durch die Nationalsozialisten in ganz Europa errichtet wurden. 

Die einzelnen Tafeln bieten erklärende Textpassagen, erzählen aber vor allem von den persönlichen Geschichten der Opfer. Zahlreiche Zitate, original Photographien und Abbildungen von Objekten veranschaulichen diese Schicksale. Die Ausstellungstafeln sind inzwischen gedruckt und befinden sich bereits in der Schule. Wegen der Corona-Einschränkungen konnte die Ausstellung aber bisher noch nicht aufgebaut werden. Sie wird daher wohl noch nicht zum 27. Januar in der Schule gezeigt werden können. Sobald die Eröffnung der Ausstellung möglich ist, werdet ihr über den Termin informiert.

 

Die „IRemember Wall“- ein digitales Angebot zum Holocaust-Gedenktag

Wir möchten den 27. Januar als Gedenktag aber auch in Zeiten des digitalen Unterrichts auf Distanz in unserer Schule begehen. In diesem Zusammenhang möchten wir euch auf ein neues Angebot der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem hinweisen. Hierbei geht es um eine digitale Form des Gedenkens an jüdische Einzelschicksale. 

Zu diesem Zweck habt ihr die Möglichkeit, einem individuellen Menschen zu gedenken und dies digital zu zeigen. Dazu wird euer Name mit dem Namen eines Holocaustopfers auf einer digitalen Pinnwand (IRemember Wall) verknüpft. Dies kann mit einem zufällig ausgewählten Menschen geschehen, man kann aber in der Datenbank auch gezielt nach einem Namen (z.B. aus Ibbenbüren) suchen. Man trägt lediglich den eigenen Namen (z.B. nur den Vornamen) und sein Herkunftsland ein, es werden keine weiteren Daten erhoben. 

Wir möchten euch einladen, euch an diesem Projekt zu beteiligen. Die Seite ist unter folgendem Link erreichbar: http://bit.ly/3oKBYsU

Die Fachschaft Geschichte