Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren              

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Klausmeyer Red AG Maerz 2020 HP

Wie arbeitet eigentlich ein echter Journalist? Wie sieht sein Arbeitsalltag aus, wie recherchiert er für seine Artikel und nach welchen Gesichtspunkten verfasst er diese? Für die Jungredakteure der Redaktions-AG war es ein Highlight, Frank Klausmeyer, einen Redakteur der Ibbenbürener Volkszeitung (IVZ), am Montag (02. März 2020) im Kepler-Gymnasium begrüßen zu dürfen und ihn über seine Arbeit als Journalist ausfragen zu können. 

Viel zu schnell ging die AG-Zeit in dieser Woche um. Nachdem Herr Klausmeyer seinen Werdegang bis zur aktuellen Tätigkeit bei der IVZ kurz skizziert hatte – Abitur am Kepler, dort bereits Mitarbeit bei der damaligen Schülerzeitung („Kepler-Times“), Studium, Volontariat und Tätigkeit bei den Westfälischen Nachrichten – ermöglichte er den AG-Teilnehmerinnen einen Einblick in redaktionelle Arbeit, in die Bedeutung sauberer Recherche und in die täglichen Abläufe einer Zeitung bis zum Erscheinen.

Dass der Job als Redakteur aufgrund der Beschäftigung mit abwechslungsreichen Themengebieten und wegen des Kontakts zu vielen unterschiedlichen Menschen viel Spaß macht, merkte man dem Vollblut-Redakteur während seines gesamten Besuchs an. Doch auch die Kehrseite redaktioneller Arbeit, der Zeitdruck durch den abendlichen Redaktionsschluss und den Wettlauf mit den sogenannten sozialen Medien, die notwendige Eile, in der Artikel verfasst werden müssen, und die öffentliche Kritik, mit der sich Journalisten und Redaktionshäuser des Öfteren konfrontiert sehen, führte Frank Klausmeyer den Jungredakteuren vor Augen: „Jeden Tag Zeitung zu produzieren, ist der Wahnsinn. Man schreibt in Windeseile, heutzutage oft bereits vor Ort.“

Beim anschließenden Fragenhagel stand Herr Klausmeyer Rede und Antwort: Wie kommt man als Journalist an Informationen? Wie erfährt man von Themen, über die in der IVZ berichtet werden soll, und wer hat die letzte redaktionelle Verantwortung für veröffentlichte Artikel? Auf die Frage, was er an seinem Beruf am meisten möge, fiel die Antwort des Redakteurs etwas länger aus: Man sehe viel, komme viel herum, jeder Tag sei anders, und wenn man gerne schreibe, sei der Beruf eine echte Erfüllung, weil man jeden Tag sichtbare Produkte produziere. Auch auf eine nicht zu unterschätzende und unmittelbare Funktion der Pressearbeit machte Herr Klausmeyer aufmerksam: „Die Presse gilt als vierte Gewalt. Durch die öffentliche Bekanntmachung von Sachverhalten kann man Prozesse beschleunigen. Man kann z.B. Menschen helfen, die in einer Notlage sind, einfach weil Zuständige z.T. wesentlich schneller reagieren, wenn öffentlicher Druck entsteht.“

Viel zu schnell ertönte der 13-Uhr-Gong, der dem Treffen ein jähes Ende setzte. Alle Beteiligten waren sich einig: Frank Klausmeyer, der sich als Vater eines Kepler-Achtklässlers sowie einer Tochter, die im Sommer aufs Kepler kommen wird, und sich darüber hinaus innerhalb der Schulkonferenz als Elternvertreter engagiert, also eng mit unserer Schule verbunden ist, muss die Redaktions-AG unbedingt erneut besuchen!

 

Verantwortlich für die Inhalte dieser Seite: Christoph Hagel-Grüner

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