Dorothea Kalcheva (9c) gewinnt ersten „Jugend Debattiert“ Schulwettbewerb am Kepler

Jugend debattiert HP

Erst in der vorangegangenen Woche hatten die Schüler*innen der neunten Klasse im Rahmen eines eintägigen Workshops das Format der Debatte kennenlernen und sich darin erproben dürfen, bevor sich am vergangenen Dienstag (17. Januar) einzelne Vertreter*innen der Klassen in zwei Halbfinalen der Frage widmeten, ob unsere Schule Regeln dafür erlassen sollte, wie sich Schüler*innen im Unterricht kleiden dürfen.

Mit Schuluniformen mindere man den Konkurrenzdruck innerhalb der Schüler*innenschaft, so die eine Seite; Jogginghosenverbote würden die persönliche Freiheit und die Möglichkeit auf Ausdruck der eigenen Persönlichkeit einschränken, behauptete die Contra-Seite. In zwei spannenden Debatten setzten sich am Ende knapp Max-Lukas Stöttner, Jannis Nolte (beide 9a), Leif Gartmann und Dorothea Kalcheva (beide 9c) durch und debattierten in der anschließenden Finalrunde die Frage „Soll in Deutschland eine soziale Pflichtzeit eingeführt werden?“

Zwischen den beiden Extremmeinungen, dass eine solche Maßnahme zu mehr Verantwortungsbewusstsein bei jungen Menschen führe oder diese einfach den Versuch darstelle, eine erneute Wehrpflicht einzuführen, entwickelte sich eine sprachlich wie auch inhaltlich spannende Diskussion, aus der Dorothea Kalcheva am Ende knapp als Siegerin hervorging.

Die Jury, bestehend aus den Lehrkräften Christa Nienaber-Prior, Laura Grewe und Johannes Leushacke, betonte im anschließenden Feedback positiv die Breite der angebrachten Argumente innerhalb der Debatte und das methodische und sprachliche Niveau, das gerade vor dem Hintergrund der Tatsache beeindrucken gewesen sei, dass die Schüler*innen die Methode erst kurz vorher kennengelernt hätten. Sowohl das Halbfinale als auch das Finale wurden von der gesamten Jahrgangsstufe 9 als Publikum verfolgt. Das anschließende Feedback zur Methodik zeigte allgemeine Begeisterung.

Sich mit politischen Themen auseinandersetzen und in Meinungen hineindenken, die nicht die eigenen sind; auf andere eingehen lernen und die eigene Meinung argumentativ und sprachlich untermauern – alle Beteiligten des ersten Jugend Debattiert Wettbewerbs am Kepler-Gymnasium waren sich am Ende einig, dass dieses Format für alle einen Gewinn darstellt.