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Ziegen sichern das Überleben

Nepalschulprojekt Lamidanda e.V.: Praktische Hilfe haben 75 Familien nach den verheerenden Erdbeben nun durch eine Schulung zur Ziegenhaltung bekommen, um die tägliche Versorgung zu sichern.


Foto: Wirtz-Königshausen - Mit einem neuen Projekt wird versucht, das Überleben der Bewohner in dem von Erdbeben geschüttelten Nepal zu sichern.



"Nicht Osterlämmer, sondern Ziegen sind zurzeit in den fünf Dörfern rund um Lamidanda / Nepal ein Zeichen für Neuanfang und Hoffnung.
Nach den schweren Erdbeben im Frühjahr 2015 stellte sich für die Menschen die Frage: Wie können sie sich schützen vor weiteren Erdbeben? Wie können sie für den täglichen Lebens-Bedarf sorgen? Wie können sie langfristig Einkommen erwirtschaften und damit eine Zukunftsperspektive haben? Das gilt insbesondere für die Ärmsten der Armen.
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Jetzt kamen gute Nachrichten von CCODER, der Partnerorganisation des Nepalschulvereins Lamidanda e.V., schreibt die Ibbenbürenerin Franziska Wirtz-Königshausen, ehemalige Lehrerin am Johannes-Kepler-Gymnasium.
75 Familien haben eine Schulung zur Ziegenhaltung erhalten, abgeschlossen mit einem amtlich anerkannten Zertifikat. Das war die Voraussetzung für den Erhalt von drei bis vier Ziegen, verbunden mit dem Material für einen fachgerechten Ziegenunterstand und dem notwendigen Saatgut für den Anbau des Ziegenfutters.
Mit der Ziegenhaltung kann vor allem der tägliche Bedarf an Milch für die Kinder gedeckt werden, darüber hinaus ist es aber auch die Grundlage für ein langfristiges Einkommen durch Verkauf von Milch und Ziegenfleisch.
Das Ziegenprojekt ist Teil des Langzeitprojektes LEAP (Lamidanda aerea Enterprise Adaption Programm), das der Nepalschulverein Lamidanda e.V. am Johannes- Kepler-Gymnasium mit der Genossenschaft vereinbart hat, welche in Lamidanda und den angrenzenden fünf Dörfern für eine langfristige Verbesserung der dortigen Lebensbedingungen arbeitet. Dazu gehörte kurz nach den Erdbeben die Schulung von 60 Männern zu Maurern und Schreinern, die beim Neubau der zerstörten Häuser jetzt als Facharbeiter tätig werden können.
Dazu gehörte auch eine Schulung etlicher Kleinbauern zum Anbau verschiedener landwirtschaftlicher Produkte, einschließlich der Erstellung eines „Kartoffelhauses“ zur Lagerung von Saatgut und Kartoffeln. Das Haus ist ein neu errichtetes Gebäude von Lagerung von Saatkartoffeln und geernteten Kartoffeln. Nur bei richtiger Lagerung können die Kartoffeln richtig vermarktet werden. Die fünf Dörfer rund um Lamidanda liegen weit weg von größeren Straßen und den dort angesiedelten Märkten. Die Genossenschaft sammelt die Kartoffeln von den Kleinbauern (die ebenfalls, wie die Ziegenhalter, vorab eine Schulung zum Anbau von Kartoffeln bekommen haben), lagert sie in dem Lagerhaus und organisiert den Transport. Eines von mehreren Projekten zur Einkommensentwicklung und zur Verringerung der Landflucht.
Bienenzucht und ökologische Gewinnung von Honig ist ebenfalls ein Teil dieses Programms.
Zurzeit wird, im Rahmen eines Auffrischungstrainings für die Maurer und Handwerker, ein weiteres erdbebensicheres Gebäude auf dem Schulgelände in Lamidanda hergestellt.
Der Nepalschulverein freut sich über die jüngst eingetroffenen Fotos, die die Fertigstellung des Kartoffellager-Hauses sowie den zweiten Abschnitt des Ziegenprojektes dokumentieren: Überreichung der Zertifikate, Übergabe der Ziegen und frisch hergestellte Ziegenunterstände.
Die Fotos, zusammen mit einem ausführlichen Bericht und einer differenzierten Abrechnung, stimmen zuversichtlich, dass die jahrelange Zusammenarbeit mit den Bewohnern von Lamidanda und Umgebung eine verlässliche Langzeitwirkung hat. Sie geben zugleich auch Anlass zur Hochachtung vor den Nepalesen, die den Mut nicht aufgeben und mit großer Geduld und hohem Einsatz an der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen arbeiten.


Foto: Wirtz-Königshausen - Hilfe zur Selbsthilfe für die Ärmsten der Armen, ausgesucht von der Genossenschaft: 75 Familien erhalten je drei bis vier Ziegen - für die tägliche Versorgung, und als Grundstock für den Handel mit Milch und Ziegenfleisch.



Foto: Wirtz-Königshausen - Am gerade fertiggestellten „Kartoffelhaus“ – dort werden Saatgut und Ernte professionell gelagert – lässt sich auch die veränderte Bauweise zum Schutz vor Erdbeben erkennen: Mauern und Seitenwände sind mehrfach mit Holzbindern miteinander verbunden."




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