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Situation nach dem Erdbeben im April 2015




Gleich nach dem Erdbeben am 25. April 2015 erhielten wir die ersten Nachrichten aus Kathmandu. Zweimal war es noch Menschen aus Lamidanda gelungen, Telefonkontakt zum Leiter von CCODER , Govinda Dhital, herzustellen. Seither ist der Kontakt abgebrochen. Das gesamte Gebiet von Lamidanda und Umgebung ist von der Kommunikation abgeschnitten.
Lamidanda liegt in der Region Gorkha, in unmittelbarer Nähe vom Zentrum des Erdbebens.

Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich leider bestätigt: Alle Gebäude der Schule und 80 – 90 % aller Häuser sind fast vollständig zerstört. Durch das verheerende Erdbeben ist die Arbeit vieler Jahre binnen weniger Sekunden vernichtet worden.

Fotos und gar Videos aus dem betroffenen Gebiet haben uns bisher natürlich nicht erreicht. Wir können uns nur über die großen Fernsehsender und verschiedene Internetquellen die furchtbaren Zerstörungen im Kathmandu-Tal ansehen. Die wenigen Bilder, die aus entlegenen Regionen gezeigt werden, zeigen das Ausmaß der Katastrophe.
Unser Nepalschulverein ist in Kontakt und tauscht Nachrichten aus mit verschiedenen Menschen aus Deutschland, Kanada und den USA, die wie wir seit Jahren die Arbeit von CCODER in den entlegenen Bergdörfern unterstützen.


Hier eine kurze Auswahl der Nachrichten, die uns erreicht haben:
Am Sonntag, 26. April, von Govinda aus Kathmandu:
Here the problem is no electricity since yesterday and internet is also a great problem. My solar set is working for few hours.Franziska's idea to to involve local news paper is good at this moment.Lamidanda area is badly destroyed. I was told that more than 80% households are totally destroyed. All 4 buildings of Community Schools are destroyed. If we could do something at this critical stage would be great.There is everything crisis including food and shelter. Terrible earthquake with rain brought a terrible crisis.

Aus Freiburg, von Dirk Krampe, der mit Govinda kurz skypen konnte:
„In Gorkha sind momentan nur zwei Hubschrauber im Einsatz, 223 Tote wurden bisher gemeldet. In den ländlichen Regionen ist die Hilfe noch gar nicht angekommen. In Lamidanda gibt es keinen Strom, die Handies können nicht geladen werden (-> Wasserkraftwerk ist vermutlich beschädigt oder gar zerstört). Der Dorfteil nahe des Wasserkraftwerks steht ... nicht mehr. Von der Community-School sind drei von vier Gebäuden eingestürzt. Die Menschen leben draussen, keine Zelte, kein Essen keine Gesundheitsversorgung. Wasser scheint aber weniger ein Problem zu sein. Gestern hat es viel geregnet, was die wenigen verfügbaren Lebensmittel dann zum Teil noch unbrauchbar gemacht hat.
Govinda will sich in Kathmandu um Soforthilfe kümmern und in einigen Tagen nach Lamidanda aufbrechen. Der Highway Richtung Pokhara ist offenbar noch brauchbar. Ob und wie er die Soforthilfe organisieren kann, ist noch unklar.
Er ist jedenfalls sehr dankbar über Eure Initiative Geld zu sammeln und wird die Infos nach Lamidanda weitergeben“

Am Dienstag, 28. April, von Jangbu Sherpa, unserem Freund und Trekking-Füher, der seit Jahren die Schooltrekking-Touren unser Schule leitet:
Namaste!!! Dear sister franziska and jochen, thank you so much for the mail. We are all safe in Kathmandu in campsite. I just arrived yesterday from langtang trek. There was horrible earthquake. All the houses in langtang, kyangjin, shyabrubensi, dhunche, are I have seen was all distorted and many people killed, furtunatly I and my clients area live and walk back yesterday in Kathmandu. still we are worry, earthquake is coming time to time.

Siehe auch die Information auf unserer homepage / AKTUELL: Kontakte nach dem Erdbeben


Wie geht es den Menschen in Lamidanda?
Bisher haben wir darüber keine Nachrichten. Wir hoffen täglich auf genauere Berichte (und haben auch Angst davor...): Gibt es Verletzte? Tote? Wie viele? Gibt es Hilfe?
Unsere Besuche vor Ort und die verschiedenen Berichte allgemein über die Region in Ghorka ergeben für uns folgendes Bild (bis jetzt es sind Vermutungen):
Zur Zeit des Erdbebens, am Samstag Mittag, dem in Nepal üblichen schulfreien Tag der Woche, waren wahrscheinlich (hoffentlich!) keine Kinder in der Schule, so dass wir da „nur“ mit Gebäudeschaden zu rechnen haben.
In der Mittagszeit sind die Menschen normalerweise nicht in den Häusern, sondern auf den Feldern – auch das ein Anlass zu hoffen, dass viele Menschen in Lamidanda überlebt haben. Aber was ist mit den Alten und Kindern, die nicht auf dem Feld arbeiten?
Fast alle Häuser sind zerstört – und damit auch der Lebensmittel-Proviant, der üblicherweise auf dem Dachboden in den Häusern gelagert wird. Der Dauerregen wird die letzten vielleicht übriggebliebenen Reis- und Maisvorräte vernichtet haben.
Ohne „ein Dach über dem Kopf“ heißt in Nepal: Ausharren in Kälte und Regen...
Wir wissen nicht: Gibt es noch übrig gebliebenes Material, aus dem man notdürftig Unterstände herstellen kann?
Was den meisten hier in Deutschland wahrscheinlich nicht bewusst ist: In fast allen Dörfern auf dem Land fehlen gerade die, die jetzt anpacken und helfen könnten: Die arbeitsfähigen und leistungsstarken Männer – sie sind zum großen Teil monate- und jahrelang als Fremdarbeiter in den Golfstaaten und in Südostasien beschäftigt, um von dort mit ihrem Gehalt ihre Familien zu ernähren.


Reaktionen unseres Nepalschulvereins:
Möglichst viele Menschen informieren und um Spenden bitten...
Wir werden alles daran setzen, Soforthilfe zu leisten, beim Wiederaufbau zu helfen und zerstörte Hoffnung wieder neu zu beleben.
In der Schule und in Ibbenbüren wird seither informiert und gesammelt.
Zeitungsartikel und Spendenaufruf siehe: Die IVZ online am 27.04.2015:"Wir sind geschockt".
Verwandte, Freunde und Nepalfreundeskreise beteiligen sich als Multiplikatoren, ein Nepalfreundeskreis aus Freiburg (Dirk Krampe) sammelt zentral auf dem Spendenkonto von Ibbenbüren für die Region um das Dorf Lamidanda in Gorkha, ebenso ein Freundeskreis aus Bochum und Umgebung, die Köllerholzschule in Bochum hat die gesamte Schule zur Hilfe aufgerufen, der Schulleiter schickt „kollegiale Grüße nach Ibbenbüren“...

Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend, innerhalb von wenigen Tagen sind mehr als 20.000 € auf unserem Vereinskonto eingegangen.


Sehr sehr herzlichen Dank an alle Spender!


Wir werden in enger Absprache mit CCODER in Nepal diese Gelder einsetzen, um die verschiedenen Phasen der Soforthilfe und des Wiederaufbaus zu unterstützen. Prioritäten und Etappenziele werden die Nepalesen als Experten ihrer eigenen Entwicklung formulieren. Wir können, wie bisher, Anregungen geben und Vorschläge machen. Wir werden wie bisher sorgfältig Glaubwürdigkeit und Nachvollziehbarkeit prüfen und die verabredete Verwendung der Mittel für unsere Spender nachweisen.
Hoffen wir, dass wir auch weiterhin alle zwei Jahre Lamidanda und seiner Umgebung einen Besuch abstatten können (für Oktober hatte schon eine Gruppe von 6 Personen die Flüge gebucht) und all unseren Spendern von Fortschritten berichten können.



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