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Entwicklung der Schule in Lamidanda




(die Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Lehrerzimmer bei der Begrüßung der Besucher vom Kepler-Gymnasium)

Schulprojekt (Stand Ende 2007):
Durch größere Spendengelder unserer Schule sowie privater Sponsoren konnten Materialien für drei weitere Klassenräume finanziert werden, die von Männern des Dorfes erstellt wurden. Das Kepler-Gymnasium hat die Inneneinrichtung und die Anstellung neuer Lehrer finanziert und weitere Schulstipendien ermöglicht. Die Schule in Lamidanda ist nun für all die anderen Dörfer, die sich der Idee angeschlossen und Mitglieder der CCODER-Gemeinschaft geworden sind, zur Pilotschule geworden, die Vorbild sein soll für den Aufbau ähnlicher Schulen in den entlegenen Regionen Nepals.

Entwicklung der "Community":
Die Idee der genossenschaftlichen Dorfentwicklung breitet sich aus. Die Mitarbeiter von CCODER erzählten uns, wie sie anfangs in die Dörfer gegangen sind und „an die Türen geklopft“ haben, um die Menschen für ihre Idee der Dorfentwicklung zu gewinnen. Inzwischen, so sagen sie, sind es die Menschen aus den Dörfern, die „bei uns anklopfen“. 25.000 Männer und Frauen sind inzwischen Mitglieder, mehr Frauen als Männer!
Im Dezember 2007 findet ein Seminar für das „management committee“ des Dorfes statt, das sie bei der Professionalisierung in der Trägerschaft der Schule unterstützen soll. Dies ist Teil der Beratung durch CCODER, dass ein Dorf miteinander lernt, sichin demokratischen Gremien zu informieren, Pläne zu entwickeln, demokratisch abzustimmen und zu kontrollieren, ob und wie diese Pläne umgesetzt werden.

Schulgebäude und Ausstattung
Der Neubau der Schule mit drei Räumen ist abgeschlossen, das neue Schuljahr hat begonnen. Inzwischen hat die Schule 10 Räume, genug für Klassen, Lehrerzimmer und Büro.
Das neue Gebäude hat einen Raum im Erdgeschoss und zwei Räume im ersten Stock (Hanglage). Es gibt genug Mobiliar, allerdings sind dies, wie überall in Nepal, feste Tisch-Stuhlverbindungen, die nur für den herkömmlichen Unterricht geeignet sind.

Hierzu einige Bilder aus Lamidanda:
vor dem Anbau --- Grundsteinlegung --- kurz vor der Fertigstellung

Lehrerausbildung und Weiterentwicklung der Gemeinde
Üblicherweise läuft in Nepal der Unterricht ähnlich wie in den Klosterschulen fast ausschließlich als Frontalunterricht ab, bei dem die Schüler überwiegend im Chor gemeinsam wiederholen, was der Lehrer vorgestellt hat. Dank der von uns finanzierten Lehrerfortbildung ist auch dort die Idee einer mehr auf Selbstständigkeit ausgerichteten Unterrichtsentwicklung eingekehrt, sodass die Schule sich, gerade für die Vorschul- und unteren Klassen, anderes Mobiliar wünscht, das den Schülern mehr Aktivität und eigenständige Beschäftigung mit Unterrichtsmaterial ermöglicht.
Die Gemeinde hat 12 Lehrer eingestellt, 6 Frauen und 6 Männer. 4 von ihnen haben den Abschluss SLC (10 Jahre Schulbildung, niedrigster Qualifikationsgrad), 7 haben einen mittleren Abschluss (vergleichbar dem Senior-highschool-Abschluss) und einer hat seinen bachelor-Abschluss. 11 Lehrer kommen aus der Region selbst und einer kommt aus Indien. Zwei dieser Lehrer arbeiten schon seit 13 Jahren im Dorf und 5 neue sind in diesem Jahr eingestellt worden. Zwei von ihnen haben schon etliche Trainings absolviert.
CCODER führt im Dezember 07 ein weiteres Intensiv-Lehrer-Seminar, in dem die Lehrer darin geschult werden sollen, wie sie den Unterricht modernisieren und nach modernen Standards der Schüleraktivierung gestalten können.

Schülerzahlen und Stipendien
In Lamidanda gibt es inzwischen drei Vorschulklassen und 6 Schulklassen. 188 Kinder, 84 Mädchen und 104 Jungen gehen hier zur Schule, 67 Kinder (38 Jungen und 29 Mädchen) erhalten ein Schulstipendium, jeweils für ein Jahr. Einige bekommen alles gezahlt (Schulgeld, Schuluniform, Schulmaterialien und Essen), andere nur jeweils einen Teil davon, je nach Einkommenslage der Familien. Es sollen alle Kinder aus allen Kasten zur Schule gehen können. Allerdings sind die Stipendien daran gebunden, dass die Familie auch am Einkommensprogramm der Gemeinde teilnimmt, weil so die hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Familie nach spätestens zwei bis drei Jahren in der Lage ist, den Schulbesuch aus eigener Kraft zu finanzieren.


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